Für die Katze nur das Beste – Aber was ist das Beste?
Hier geht es um das Thema "Futter".
Wer von uns kennt nicht diese Aufenthalte in verschiedenen Zoofachgeschäften, Ausschau haltend nach dem Futter für die vierbeinigen Samtpfoten. Koste es, was es wolle. Hauptsache gesund und ein langes Katzenleben versprechend. Wer will das nicht? Wir alle! Nur gibt es da leider einen kleinen, aber nicht geringfügigen "Nebenaspekt": Nicht alles, was von Futterexperten, der Futtermittelindustrie und den Tierärzten angepriesen wird, wird auch von unseren Katzen angenommen. Oder zuerst doch… Super! Man rennt los und kauft eine größere Menge. Dann die Reaktion: Wie kannst Du mir bloß so etwas anbieten? Habe ich noch nie gemocht.
Natürlich nicht, denn Katzen würden Mäuse kaufen. Sie ist die ideale Nahrung für Katzen, da Katzen reine Fleischfresser sind. Eine artgerechte Ernährung ist also eigentlich die Rohfütterung von ganzen Tieren oder BARFEN (Biologisch Artgerechte Rohe Fütterung). Dies ist jedoch für den normalen Katzenhalter schwierig umzusetzen. Man muss genau wissen, was man hier tut. Daher werden die meisten Katzenfans von uns weiterhin auf Dosenfutter angewiesen sein. In den meisten Dosenfuttersorten befindet sich einfach alles, nur am wenigsten Fleisch....
Unsere German Rex-Katzenbande und unsere Hunde sind eigentlich Royal Canin-Tiere gewesen. Bis vor einem Jahr das Rudel versammelt verkündete, dass es Zeit für einen Wechsel sei (das kann sich jederzeit wieder ändern). Tja, ok. An dem Geld soll es nicht scheitern. Aber gleichwertig teures Futter entsprach auch nicht ihrem Geschmack. Mittlerweile haben wir einen Kompromiss gefunden. Ich barfe regelmäßig und zwischendurch gibt es das über alles geliebte Futter in Gelee (leider nicht gesund). Aber was hilft mir als Katzenmutter ein Futter, welches meine Lieblinge absolut nicht (mehr) fressen wollen. Oder ich koche eben selbst. Anmerkung: unsere Hunde sind viel pflegeleichter als unsere German Rex in Bezug auf Fressen und in der Regel sehr dankbar für einen gefüllten Napf.
Da wir ein gemischter Haushalt von Katzen und Katern sind, müssen wir unbedingt darauf achten, dass täglich vor allen Dingen die Kater Nassfutter zu sich nehmen. Mein persönlicher Rat ist aber sowieso, nicht ausschließlich Trockenfutter zu füttern, da es der Natur der Katze einfach nicht entspricht und sie, wie ihre Urahnin, wenig trinkt. Trockenfutter entzieht dem Organismus Flüssigkeit; das kann nicht jede Katze ausgleichen. Daher: täglich Nassfutter und frisches Trinkwasser.
Aber nun zu den Fakten der Ernährung unserer Katzen:
Mit größter Wahrscheinlichkeit ist die Falbkatze (Afrikanische Wildkatze = Felis silvestris lybica) die alleinige Urmutter unserer Hauskatzen. Sie ist in Afrika, Westasien und auf einigen Mittelmeerinseln beheimatet. Diese Klimazonen sind sehr trocken und zeugen davon, dass die Katze mit wenig Trinkwasser auskommt bzw. auskommen muss.
Sie nimmt feuchtes Nassfutter in Form von Mäusen, Vögeln usw. zu sich. Die in der Lebendbeute befindlichen fleischlichen Proteine sind die wichtigsten Bestandteile der Nahrung. Der Magen- und Darminhalt der Beute bietet darüber hinaus die notwendigen pflanzlichen Bestandteile für die Katze. DAS ist also die optimale Ernährung. Aber wer möchte schon Lebendfutter anbieten? Niemand.
Über die Futtersorten in Fachgeschäften, Supermärkten kann man vorzüglich kontrovers diskutieren. Natürlich muss man sich ganz klar gegen schädliche Zusatzstoffe im Futter aussprechen. Dieses wird aber vom Hersteller geschickt ausgezeichnet, eingefärbt, Lockstoffe überzeugen die Tiere von diversen Sorten. Karamell wertet z.B. den Geruch auf, kann aber zur Folge haben, dass eine Katze davon im Alter Diabetes bekommen kann. Allerdings kann das auch mit ausschließlich gutem Futter passieren. Wer hat die Garantie, trotz gesunder Lebensführung für immer gesund zu bleiben? Ich kenne niemanden.